RESSOURCEN MEDITATION
Dein Nervensystem kann nicht unterscheiden zwischen heute und damals. Deshalb sabotierst du, kurz bevor es gut wird.
Wenn du merkst, dass der Impuls kommt, dich zurückzuziehen, Streit anzufangen oder zu blockieren, kannst du folgendes tun:
💛 Stopp und atme
Halte inne, bevor du reagierst. Atme bewusst drei Mal tief ein und aus. Das gibt deinem präfrontalen Kortex (dem Teil, der bewusst entscheidet) Zeit, wieder online zu kommen.
💛 Benenne, was passiert
Sage zu dir selbst: “Hier reagiert der alte Teil von mir, der sich an damals erinnert.” Das schafft Abstand zwischen dir und der Reaktion.
💛 Achte darauf, wo es im Körper sitzt
Wo merkst du die Angst, die Anspannung, den Impuls? In der Brust? Im Bauch? In der Kehle? Bleibe einen Moment bei dieser Empfindung, ohne sie wegzumachen.
💛 Frage nach der alten Situation
“Welche alte Situation erinnert mich das? Was ist damals passiert, als ich so verletzlich war?” Oft zeigt sich ein Bild, eine Erinnerung, ein Gefühl aus der Vergangenheit.
💛 Unterscheide damals von heute
Sage zu dem ängstlichen Teil: “Ich sehe dich. Ich verstehe, warum du Angst hast. Damals war die Gefahr real. Aber heute ist eine andere Situation. Die Person heute ist nicht die Person von damals.”
💛 Pendle zwischen Aktivierung und Sicherheit
Bemerke die Anspannung. Dann lenke deine Aufmerksamkeit auf einen Teil deines Körpers, der sich entspannt anfühlt (vielleicht die Füsse auf dem Boden, die Hände). Gehe mehrmals zwischen beiden hin und her. Das trainiert dein Nervensystem, Aktivierung zu halten ohne zu kollabieren.
💛 Mach einen kleinen bewussten Schritt
Nicht gegen die Angst, sondern mit ihr. Vielleicht sagst du: “Ich habe gerade Angst, aber ich bleibe trotzdem im Gespräch.” Oder: “Mein Impuls ist wegzulaufen, aber ich gebe mir noch fünf Minuten.”
💛 Sei geduldig mit dir
Diese neuen Reaktionen müssen sich sehr, sehr oft wiederholen, bis dein Nervensystem neue Muster lernt.
Jedes Mal, wenn du bei der Angst bleibst und die befürchtete Katastrophe ausbleibt, gibst du deinem System neue Informationen.
#Nervensystem #NervensystemRegulieren #Traumalösung
Heute habe ich Geburtstag.
45 Jahre. 🙈
Und heute sage ich meinem jüngeren Ich all die Worte, die es damals so gebraucht hätte. Worte, die niemand gesagt hat. Worte, auf die es so lange gewartet hat.
Vielleicht ist das die schönste Form, einen Geburtstag zu feiern. Sich selbst zurückzugeben, was einem damals gefehlt hat.
Für das Kind, das ich war.
Für die Frau, die ich heute bin.
Ich wünsche dir, dass auch du dir heute solche Worte schenken kannst. Und lass uns das Leben feiern. Unser Leben.
#nervensystemregulation #innereanteile #traumaintegration #inneresKind #zurückzumir
Ich hoffe, diese Unterscheidung zwischen einem Gefühl und einem Instinkt hilft dir, die Botschaft hinter deinen Gefühlen besser zu verstehen und gleichzeitig zu erkennen, ab welchem Punkt es nicht mehr gesund ist und Unterstützung braucht.
Ich glaube, ich hätte mir diese Unterscheidung selbst viel früher gewünscht. Sie hätte mir sehr viel Leid erspart, weil ich damals nicht wusste, wann ich noch in einem Gefühl war und wann mein Nervensystem längst in einem Instinkt feststeckte.
Welches Gefühl möchtest du gerne noch besser kennenlernen? Schreib es mir in die Kommentare, damit ich es weiss, und ich schreibe gerne nächstes Mal darüber. 💛
#Nervensystem #Gefühleverstehen #Traumaintegration #Selbstregulation #Nervensystemregulation
Heute schreibe ich mit ganzem Herzen die Worte, die schon lange in mir waren und die ich bisher nicht ausgesprochen habe.
Ich glaube wirklich, dass unsere Welt nicht gesund ist.
Und ich glaube, unsere Reaktionen auf diese Welt sind manchmal das Gesündeste, was wir tun können. Sie sind die ehrlichsten, die angemessensten Antworten auf etwas, das wirklich aus den Fugen geraten ist.
Von uns wird erwartet, dass wir funktionieren.
Wir sollen mitlaufen, mitarbeiten, mitlächeln.
Aber ist das wirklich gesund?
Ich freue mich auf deine Gedanken dazu. Lass mir gerne einen Kommentar da. 💛
#Nervensystem #TraumaArbeit #Körperarbeit #Regulation #SystemischeHeilung
Willkommen in der WG, in der dein Nervensystem wohnt.
Da ist Karla, die bei jeder Mail in den Boxring steigt. Sven, der sich lieber die Joggingschuhe schnürt als hinzuschauen. Thea, die einfach den Kopf einzieht. Und Pia, die immer fragt, was alle anderen brauchen.
Sie alle haben eine einzige Aufgabe. Sie wollen dich beschützen. Auf ihre eigene, chaotische Art.
Das Problem ist, dass niemand je die Hausregeln besprochen hat. Und so übernehmen sie abwechselnd das Ruder, ohne dass du jemals gefragt wirst. Und das, was du dann tust, bist nicht mehr du. Es sind deine Mitbewohner, die die Kontrolle haben.
Selbstregulation bedeutet nicht, dass du immer ruhig sein musst. Es bedeutet, deine Mitbewohner zu kennen, zu erkennen, wer gerade übernommen hat, und zu verstehen, was sie brauchen, damit sie sich wieder hinsetzen.
Karla braucht Weite. Sven braucht Erdung. Thea braucht Wärme. Pia braucht die Erlaubnis, da sein zu dürfen.
Jede von ihnen reagiert anders, weil sie anders gelernt hat zu überleben. Und keine von ihnen ist falsch. Sie sind alle Schutz, der irgendwann einmal gebraucht wurde, manchmal schon ganz früh, oft bevor du Worte dafür hattest.
Du musst nicht weniger sensibel werden und du musst nicht mehr Kontrolle haben. Du brauchst eine andere Sprache für deine WG, eine, die nicht mit Druck arbeitet, sondern mit Verstehen.
In Teil 1 stelle ich dir die ersten vier vor.
In der WG wohnen noch ein paar andere. Mona, die tiefe Erschöpfung. Selma, die innere Beschämung. Lina, die Kritikerin, die nie zufrieden ist. Und die, die heimlich im Hintergrund die Fäden zieht.
Schreib mir in die Kommentare, welche Mitbewohnerin dir am bekanntesten vorkommt. Und ob du Teil 2 willst. 🙏💛😊
#nervensystem #selbstregulation #polyvagaltheorie #kampfflucht
Ich beobachte das seit einer Weile in der Praxis. Frauen kommen zu mir, weil ihr Partner, ihre Familie, ihr Chef ihnen sagt, sie sollen sich gefälligst beruhigen, sie reagierten zu stark, sie seien zu emotional. Frauen, die zutiefst verunsichert sind. Frauen, die in ihrer ganzen Struktur sowieso schon so angepasst sind, so sehr daran gewöhnt, sich klein zu machen, dass sie diesen Sätzen sofort glauben.
Und ich sitze da und frage mich, wer ihnen das eigentlich eingeredet hat.
Sich zu regulieren ist wertvoll. Aus dem Dauerstress rauszukommen, sich im eigenen Körper sicher zu fühlen, Werkzeuge zu haben für schwierige Momente. All das gehört zu echter Heilung.
Aber irgendwo zwischen Polyvagal Theory Reels und “calm down” Affirmationen ist etwas verrutscht.
Regulation wird heute oft so vermittelt, als wäre das Ziel, ruhig zu bleiben, egal in welcher Situation, egal wie viel dein System dir signalisiert, dass etwas nicht stimmt.
Frauen wurde über Jahrhunderte beigebracht, ihre Wut zu glätten, sich kleiner zu machen, gedämpfter zu sein, nicht zu viel zu sein. Und jetzt heisst dieselbe alte Botschaft plötzlich: “Reguliere dein Nervensystem. Und sei still.”
Mir ist bewusst, dass es Männer gibt, denen es ähnlich geht, und ich sehe euch. Und gleichzeitig sehe ich ganz klar ein kulturelles Thema, das durch das Patriarchat entstanden ist und über Generationen in unseren Körpern gespeichert wurde. Deswegen spreche ich es so offen an.
Manchmal reagiert dein Körper aber auf eine Welt, die wirklich nicht in Ordnung ist. Auf eine Beziehung, einen Job, eine Familie, in der du dich verlierst. Und in solchen Momenten ist die Antwort nicht, ruhiger zu werden. Die Antwort ist, zu gehen.
Ich wünsche dir, dass du lernst, dich zu regulieren, um in deine Kraft zu kommen, und nicht, um alles auszuhalten. Ich wünsche dir, dass du so reguliert sein kannst, dass du es halten kannst, wenn es unbequem wird, wenn die Angst kommt, wenn ein Konflikt entsteht. Dass du in dir so verankert bist, dass du trotz der Angst, trotz der Aktivierung für dich einstehen kannst.
#nervensystemregulieren #nervensystemstärken #nervensystemarbeit #transgenerationalestrauma
Eine kleine Erinnerung für dich. Und ehrlich gesagt auch für mich.
Ruhe kann nicht erholsam sein, wenn du dich gleichzeitig dafür schämst, gerade nichts zu leisten.
Ich merke es immer wieder bei mir selbst. Wenn mein Nervensystem zu lange im Anspannungsmodus läuft, wird selbst das Hinlegen anstrengend. Der Körper liegt, doch innen drin rattert es weiter. Diese eine Stimme, die flüstert, du müsstest doch eigentlich noch.
Wenn du abends auf die Couch fällst mit dem Handy in der Hand, ist das keine Entspannung. Das ist Kollaps. Entspannung passiert dann, wenn du bewusst zur Ruhe kommst. Wenn du bei dir ankommst.
Solche Momente dürfen ihren Platz finden im Alltag. Auch mitten im Arbeiten. Es braucht keine Stunde Yoga und kein Wochenende im Wald.
Ein kleiner Bauplan für dich:
🤍 Zwei Minuten Pause zwischendurch. Einfach sitzen. Atmen. Keine Ablenkung.
🤍 Beim Essen kurz innehalten. Den ersten Bissen wirklich schmecken. Drei tiefe Atemzüge, bevor du weiteressen.
🤍 Vor dem Aufstehen am Morgen eine Minute spüren, wie dein Körper sich anfühlt.
🤍 Zwischen zwei Terminen das Handy weglegen und einmal bewusst ausatmen.
Diese kleinen Inseln können auf Dauer sehr viel verändern. Auch wenn du den Unterschied am Anfang noch gar nicht so deutlich merkst. Dein Nervensystem lernt mit der Zeit, dass es sicher ist, immer wieder anzukommen.
Irgendwann wird dein System diese Momente sogar von selbst suchen, doch am Anfang fühlt sich das vielleicht fremd und komisch an, manchmal sogar richtig unangenehm, und genau das gehört dazu auf diesem Weg zurück zu dir, weil dein Körper sich erst wieder daran erinnern darf, was es heißt, in Ruhe sicher zu sein.
Ich wünsche dir eine wunderschöne Woche. Mit vielen kleinen Momenten der Ruhe. Und mit genug Raum für das, was danach in dir aufblühen will.
🤍
#nervensystemregulieren #traumaheilung #nichtmehrfunktionieren #pausenmachen #traumasensibel
Und du? Welche dieser Gewohnheiten kennst du am besten? Schreib gern in die Kommentare. 💛
#nervensystem #überlebensmodus #traumaheilung #somatisch #nervensystemregulation